IG Metall erhöht Druck in den laufenden Tarifverhandlungen M+E-Tarifrunde: Warnstreik bei Audi Neckarsulm und Unternehmen im KS-Areal

Am 5. November legen Beschäftigte mehrerer Metall- und Elektrobetriebe in Neckarsulm die Arbeit nieder. Mit Warnstreiks, Demonstrationszug und Kundgebung erhöhen sie den Druck in der Tarifrunde und setzen ein Zeichen für Investitionen, Beschäftigungssicherung und eine starke Industrie.

Warnstreik in Herford am 14.10.2021

4. November 2026 4. November 2026


 

Neckarsulm. Am 05.11.26 legen in Neckarsulm Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie im Warnstreik die Arbeit nieder. Betroffen sind die AUDI AG Neckarsulm, AUDI Sport GmbH, KS AluTech GmbH, Kolbenschmidt Pistons Germany GmbH, Kolbenschmidt Pistons Management GmbH, KS Kolbenschmidt GmbH und Rheinmetall Invent GmbH.

Eine gemeinsame Kundgebung findet am Donnerstag um 10 Uhr in der Hafenstraße, Neckarsulm statt. Die Beschäftigten der AUDI AG Neckarsulm und AUDI Sport GmbH werden mit einem Demozug vom Tor 6 um 09:30 Uhr starten.

 

Redner*innen der Veranstaltung sind:

  • Nadine Boguslawski, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, zuständig für Tarif
  • Alexander Reinhart, Betriebsratsvorsitzender AUDI AG Neckarsulm
  • Andreas Salzgeber, Betriebsratsvorsitzender KS Pistons Germany GmbH
  • Isa Bilgin, Betriebsratsvorsitzender KS AluTech GmbH und
  • Yvonne Möller, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm.

 

Nadine Boguslawski, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall: „Die Arbeitgeber fahren mit ihrem Verhalten den Karren an die Wand: Sparen und Streichen sind keine Zukunftsstrategie – das Land braucht Innovationen und Investitionen! Mit dem geforderten Reallohn-Verzicht und weniger Kaufkraft würden die Arbeitgeber den eigenen Konjunktur-Motor abwürgen. Mit finanziellen Einschnitten und Verlagerungsdrohungen fallen die Unternehmen den Beschäftigten gleich zwei Mal in den Rücken.“

 

Yvonne Möller, Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heilbronn-Neckarsulm: „Sicherheit entsteht nicht durch Sonntagsreden oder Absichtserklärungen. Sicherheit entsteht durch Investitionen, Beschäftigungssicherung und einen fairen Ausgleich der gestiegenen Lebenshaltungskosten. Die Menschen in unseren Betrieben haben ein Recht auf beides: Inflationsausgleich und eine sichere Zukunft.“

Die IG Metall fordert für die rund 900.000 Beschäftigten in der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie 5 Prozent mehr Geld auf 12 Monate. In den ersten beiden Verhandlungsrunden gab es keine nennenswerte Annäherung zwischen der Gewerkschaft und dem Arbeitgeberverband Südwestmetall.

 

Pressekontakt:

Yvonne Möller, 1. Bevollmächtigte IG Metall Heilbronn-Neckarsulm

Mobil: 0151 29231191

E-Mail: yvonne.moeller@igmetall.de